Recht & Steuer beim Verchartern in der EU

 

NEW VAT and Charter Regulations and Changes for 2017:


VAT will be charged to all commercial yachts embarking guests in third countries outside EU, pro rata to the time they spend in Croatia. For instance, if a yacht embarks guests in Montenegro and comes to Croatia for 3 days, charter guests have to VAT tax Croatian VAT for these days.

All non-EU flagged commercial yachts will be allowed to perform charters in Croatia under a charter license (valid for a calendar year). There is no longer a Limit on the yacht’s length in order to perform charters in Croatia. All Non-EU Charter Yachts under this license may embark guests in Croatia. The number of licenses issued might be limited based on the Croatian market supply situation. Commercial Charter providers are allowed to offer and perform charters in Croatia via their own legal structure in Croatia or via local Charter Agencies.

Commercial yacht owners and owning companies from the EU are NOT obliged to have a VAT and fiscal representative in Croatia, while yacht owning companies from non-EU countries ARE obliged to have a VAT and fiscal representative in Croatia.

Private guests on private yachts can be embarked and disembarked in Croatia regardless of flag. In cases where the owner and family members are not onboard, the authorized Captain must hold a guest-list as: 1) names of guests and, 2) length of time that these guests will spend on the yacht. This list of people will have to be authorized by the Captain’s signature and the yacht’s stamp.

VAT for charter activities in Croatia is still 13% for weekly charters and 25% for daily charters.

 

 


Lesen Sie zum Thema in boote EXCLUSIV Ausgabe 2/2014          Charter als Betriebskonzept?

Das Thema Yacht-Charter in der EU belegt, wie weit die EU von einer Harmonisierung der Regelungen, insbesondere der Steuersysteme entfernt ist. Das Anbieten von Charterleistungen kann daher schnell für den zum rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Abenteuer werden, der sein Vorhaben nicht ernsthaft und professionell erwägt und vorbereitet.

Grundsätzlich sind vier Fragestellungen zu beantworten:

  1. Was geschieht mit der Charter-Yacht rechtlich und steuerlich je nach Berührungspunkt in der EU? Gibt es besondere Steuern auf die Yacht?
  2. Bedarf es einer landesbezogenen Charter-Genehmigung?
  3. Bedarf es eines Rechtsträgers bzw. -vertreters im jeweiligen Land, um darüber das Chartergeschäft vor allem steuerlich abzuwickeln?
  4. Welche Umsatzsteuer fällt auf den Charterumsatz in welchem Land in welcher Höhe an und wie ist diese abzuführen?

Für diese Fragen ist eine komplizierte Matrix abzuarbeiten:

  • Welche Flagge hat die Yacht?
  • Ist der Eigner der Yacht (natürliche oder juristische Person) EU- oder NON-EU?
  • Wer sind die Shareholder im Falle einer juristischen Person? Nutzen diese die Yacht auch selbst?
  • Sind die Gäste EU oder NON-EU-Bürger?
  • Wo startet und endet die Chartertour, EU oder NON-EU. Welche Länder werden wie berührt? Gibt es reinrassige Routen innerhalb oder außerhalb der 12 sm-Zonen der Länder oder Mischtouren?
  • Wie lange dauert die Tour?

Die Lösung kann rechtssicher nur am Einzelfall erfolgen, es gibt keinerlei Standardlösung!

Nachstehend ein Beispiel nur für Frage IV. oben für Italien, wobei das Chart V 2013 entstand, als Kroatien noch kein EU-Mitglied war. Heute setzen Sie bitte z.B. Montenegro anstelle von Kroatien ein. Und die VAT in Italien beträgt seit 01.10.2013 22%.

Quelle: SOS Yachting, Milano